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James Tsuchida

James Tsuchida

Anzahl der Beiträge :
14
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25.12.18

BeitragThema: Steckbrief   Mi Dez 26 2018, 22:23





Der Halbjapaner James Shigeru Tsuchida hat als Professor für Arithmantik, also Autoritätsperson, nicht nur unter seinem jungen Äußeren, sondern auch zeitweise unter seiner eigenen Frohnatur zu leiden. Er hatte schon immer ein recht loses Mundwerk.


^ kleine Zusammenfassung ^

James Tsuchida
This is me and I'm proud of myself
Name Ich heiße James Shigeru Tsuchida – ich weiß, aber meine Mutter bestand darauf, mir einen „internationalen“ Namen zu geben und ich hatte damals – vermutlich aufgrund mangelndem Artikulationsvermögen – nicht wirklich etwas mitzureden. Immerhin muss ich „James“ – im Gegensatz zu meinem zweiten Namen – in den seltensten Fällen buchstabieren, weswegen ich meistens darauf verzichte und lieber die fragenden Blicke und gelegentlichen Anmerkungen, ob ich mir sicher sei, so zu heißen in Kauf nehme. Grundsätzlich bin ich aber mit meinem Namen zufrieden. Falls sich wirklich jemand dafür interessieren sollte: 土田茂ジェームスist mein Name. Man versteht jetzt doch, dass ich mich eher nur als „James“ vorstelle, oder? Im Übrigen lautet mein Spitzname unter Freunden aufgrund meiner offenbar zu geringen Körpergröße für seriöse Namen „Jacky“.

Geburtstag & Alter Es ist mir – zeitweilen schmerzlich – bewusst, dass ich nicht entsprechend aussehe; dennoch bin ich 32 Jahre alt. Geboren wurde ich am 22. Mai 1965.

Herkunft/Wohnort London, England – ich wohne in einer kleinen Wohnung in Camden, solange ich nicht in Hogwarts bin, natürlich.

Blutstatus Ich bin halbblütig. Meine Mutter ist eine Hexe, mein Vater....nicht – in mehr als nur einer Hinsicht. Allerdings interessiert sich niemand in meiner Verwandtschaft oder meinem Freudeskreis, mich selbst eingeschlossen, für die „Reinblütigkeit“ von Wesen. Meine Mutter sagte früher gelegentlich, dass sie eher auf die Reinheit der Seele achtet; das ist mir etwas zu kitschig, aber ich unterstütze ihren Ansatz. Sollte dieses Thema dennoch aufkommen, klinke ich mich meistens einfach höflich aus.

Beruf Ich bin Professor für Arithmantik in Hogwarts.

We are Family
Blood is thicker than water

Mutter Alannah Tsuchida │ 52 │ Reinblut │ Fluchbrecherin
Alannah Tsuchida ist 52 Jahre alt, Fluchbrecherin und ging in Hogwarts zur Schule. Von ihr habe ich meine Eule, meinen Zauberstab und.....meinen Vornamen; nicht unbedingt in der zeitlichen Reihenfolge. Außerdem wird mir nachgesagt, gelegentlich ihre besserwisserische Art an den Tag zu legen. Ich liebe meine Mutter, nicht zuletzt weil sie mir zu meinem englischen Vornamen verhalf. Wenn ich zu Hause bin unternehmen wir viel zusammen, früher öfter Dinge, die mit unserer gemeinsamen Begeisterung für Arithmantik zusammenhingen; seitdem ich das Fach jedoch selbst unterrichte ist ihr das unangenehm geworden, weswegen wir eher zu Quidditchspielen gehen, kochen oder nur miteinander reden.
In meiner Kindheit war meine Mutter sehr viel mit einer Art Doppelidentität beschäftigt: Einerseits war sie die Frau eines reichen Mannes aus Übersee, was eine gewisse gesellschaftliche Verpflichtung mit sich brachte, andererseits eine Hexe, die ihre Arbeit als Fluchbrecherin, einem ziemlich zeitintensiven Beruf, nicht aufgeben und den regelmäßigen Kontakt zur magischen Welt halten wollte. Kurz gesagt: Ich hatte auch von meiner Mutter während meiner Kindheit weniger als von meinem Kindermädchen. Als ich jedoch erste Anzeichen eines Zauberers zeigte, nahm sie mich immer häufiger, länger und öfter mit in „ihre Welt“ - mein Vater hingegen kam äußert selten mit. Allerdings ordnete sie sich meinem Vater dahingehend unter, dass ich weiterhin an meiner Muggelausbildung festhalten musste, bis ich endlich nach Hogwarts gehen konnte. Seitdem ich Teil der magischen Welt bin ist auch unsere Beziehung wesentlich entspannter.

Vater Shigeru Haru Tsuchida │ 54 │ Muggel │ Firmenvorstand
Shigeru Haru Tsuchida kommt aus Japan und hatte ursprünglich nicht vor, in Europa sesshaft zu werden – dennoch lebt er mittlerweile seit über 30 Jahren hier. Meine Eltern trafen sich als mein Vater beruflich, er war Erbe eines Firmenimperiums mit der eigentlich kurzen Aufgabe, einen Zweigstellenstandort auszusuchen, nach England reisen musste. Nach einem zufälligen Treffen am Bahnsteig, bei dem meine Mutter ihm höflich den Weg durch die Stadt zeigte und einer – zugegebener Maßen unromantischen – kurzen und vermutlich von Alkoholeinfluss, mein Vater bestätigt dahingehend gerne gängige Klischees, geprägten, „einmaligen Sache“, entschieden meine Mutter und mein Vater, dass eine Beziehung über diese Distanz und Kulturunterschiede unmöglich aufrecht zu erhalten war. Zunächst verließ mein Vater England also wieder und doch entschied er sich, wie in einem schlechten Muggelfilm, zurückzukehren, um die Frau, die er getroffen hatte, näher kennenzulernen. Dabei hatte er, wie er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, nicht nur mit einer anderen Nationalität, sondern auch mit einer Zaubererfamilie zu tun. Einem Kulturschock folgte also quasi der nächste. Und diesem wiederum folgte dann ich.
In meiner Kindheit hatte mein Vater viel mit seiner Firma zu tun und wenig Zeit für mich – genau genommen habe ich ihn kaum gesehen. Meistens waren die Tage meiner Schwester und mir mit verschiedenen Muggelaktivitäten, wie Sport, Klavier- und Sprachunterricht angefüllt, von denen wir erst spät abends zurückkehrten. Wenn ich ihn einmal sah, dann, weil ich etwas ausgefressen hatte und mein Kindermädchen, das ich bedeutend öfter sah als ihn, mich zu ihm zerrte. Das passierte oft. Sehr oft. Ich erlebte ihn also quasi ausschließlich als strengen, strafenden Mann – früher hasste ich ihn dafür und wünschte mir einen umgänglicheren Vater, der auch mal außerhalb von Schimpftiraden Zeit für mich hat; mittlerweile ist mir klar geworden, dass er lediglich einen anderen kulturellen Hintergrund hat als die Väter meiner Freunde und auf seine Weise das Beste für uns wollte. Trotzdem habe ich noch heute ein distanziertes Verhältnis zu meinem Vater – ich habe ihn nie wirklich kennengelernt, obwohl er eigentlich immer von zu Hause aus gearbeitet hat.

Geschwister Leanne Yuki Tsuchida │ 32 │ Halbblut │ Ministeriumsangestellte
Leanne Yuki Tsuchida – meine Schwester. Da sie nur 2 Minuten jünger als ich, wuchsen wir zusammen auf. Sie war meine beste Freundin, meine ärgste Feindin und alles dazwischen in einem, weil wir praktisch isoliert von dem Rest der Welt unsere Kindheit verbrachten. Im Gegensatz zu mir war sie immer das, was sich unser Vater, da bin ich mir ziemlich sicher, von seinen Kindern gewünscht hatte: Folgsam, strebsam und still. Sie tat immer, wie ihr geheißen, beschwerte sich nicht einmal über den Klavierunterricht und war die meiste Zeit des Tages ruhig. Ich vermute, dass alleine ich weiß, dass sie auch eine aufgedrehte, vorlaute Seite hat, die sie jeden Abend in wilden Kissenschlachten, mit mir durch das ganze Haus, Streitereien über Nichtigkeiten und der Beantwortung der Frage, ob man auf Kronleuchter/auf das Dach/durch das Treppenhaus/etc. klettern kann, ausließ, wofür ich meistens den Ärger bekam. Das war so in Resperspektive ziemlich durchtrieben. Trotzdem ist sie einer meiner Lieblingsmenschen.

Lucia Miyu Tsuchida │ 12 │ Halbblut │ Schülerin
Lucia Miyu Tsuchida war – nüchtern betrachtet – möglicherweise ein Unfall, da das Nesthäkchen erst 12 Jahre als ist und damit 20 Jahre jünger als Yuki und ich. Miyu ist im 2. Jahr in Hogwarts im Haus Ravenclaw; sie liebt die Farbe blau, ihren Knuddelmuff „Alvain“ und Kürbispastete. Wenn sie möchte kann sie supersüß und liebenswert sein, besonders, wenn sie etwas will – meistens von mir. Allerdings kann sie auch austeilen, sobald ihr jemand auf die Nerven geht. Sie teilt meine Liebe zu Arithmantik und Quidditch.....und Yukis Einstellung zu Kissenschlachten. Insgesamt hatte sie einen weniger durchstrukturierten Tagesablauf als wir und besuchte eine öffentliche Schule. Da sie geboren wurde als Yuki und ich bereits ausgezogen waren, verbrachte sie auch einige Zeit bei uns anstatt bei ihren Kindermädchen, wodurch sie wesentlich mehr mit der Außen- und auch mit der magischen Welt in Kontakt kam. Miyu und ich hatten immer ein sehr inniges Verhältnis zueinander – seitdem sie jedoch in Hogwarts ist, also bereits seit einem Jahr, weiß ich nicht genau, wie ich mich meinen Kollegen gegenüber verhalten soll, sobald sie über meine Schwester reden – geschweigedenn wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll. Ich befürchte, dass sie das mittlerweile mitbekommen hat.

Haustiere Ich habe einen kleinen Waldkauz, der auf den Namen "Dixi" hört. Das „klein“ bezieht sich auf seine Körpergröße: Er ist nicht ganz 30 cm „lang“, auch wenn er sehr hartnäckig versucht, durch Abstellen der Schwanzfedern zumindest etwas imposanter zu wirken, was sich leider gelegentlich negativ auf seine Flugfähigkeit auswirkt. Bezüglich seines Alters ist er jedoch überhaupt nicht mehr „klein“ - der Herr ist mittlerweile 8 Jahre alt, ein Alter, in dem er, wie ich finde, mit seinem Gehabe aufhören könnte, aber sehr zu meinem Leidwesen, sowie dem meiner Zeitung, hört er nicht auf mich. Außerdem neigt er zu hämischen Bemerkungen.

Character
Look in the Mirror and Show me what you see

Ich räusperte mich kaum hörbar: „Du, Pa.....äh...Vater?“ Der Mann am Schreibtisch sah auf, rückte seine Krawatte zurecht und bedachte mich mit einem strafenden Blick. Ich ignorierte seinen sich kräuselnden Mund und setzte mein unschuldigstes Lächeln auf, was mir nur schwer gelang, da meine Babysitterin unangenehm an meinem Arm zerrte, an dem sie mich in das Büro meines Vaters geschleift hatte. Shigeru Yamanaka ließ den Stift sinken und stützte sich mit einem Seufzen auf seine gefalteten Hände: „Und jetzt, wie wir es geübt haben.“ Zischte Miss Griffiths triumphierend – ja, sie hatte Recht, mein Vater empfing uns – trotzdem hatte ich nur minimal Lust, ihrer vorhin doch etwas zu laut und scharf formulierten Bitte, mich für die Störung des Ballettunterrichts durch spontanes Einschlafen zu entschuldigen, nachzukommen. Ich legte den Kopf leicht zur Seite: „Ich bin hierher gekommen worden...“ - ja, ich kam mir lustig vor - „um dich zu fragen, was genau „impertinent“ heißt. Miss Griffiths hat leider nur eine sehr vage Definition abgeben.“ Und zuckte entschuldigend die Schultern. „SO ETWAS UNVERFRORENES!“ Das Wort gefiel mir auch – ich musste kichern. Den Rest des Tages stand ich in einer Ecke und dachte über mein Verhalten nach.
Auch wenn sich meine Fähigkeit, mich aus Ärger herauszureden, über die Jahre erheblich verbesserte, endete es dennoch auch in meiner Schulzeit oft auf diese Weise – ich lasse mir, insbesondere von Autoritäten, ungerne etwas sagen, während ich lieber schlafe oder andere Dinge unternehme als zu lernen. Auch wenn damit eine ruhigere Lebenseinstellung einhergeht, nehme ich mein Fach sehr ernst. Sobald ich mich nämlich für eine Sache begeistern kann, bin ich mit vollem Eifer dabei – das ist zum Beispiel bei Arithmantik der Fall, bei Kräuterkunde......nicht. Mein loses Mundwerk, meine angeborene Faulheit und die Fähigkeit, überall und immer einschlafen zu können gepaart mit meinem Unwillen, an etwas zu arbeiten, für das ich mich nicht begeistern kann, sorgten dafür, dass meine Noten in meiner Schulzeit schlechter waren, als sie hätten sein müssen, denn: ohne angeben zu wollen – ich bin relativ intelligent. Persönlich würde ich mich wohl eher nicht als arrogant bezeichnen, allerdings ist mir sehr wohl bewusst, dass ich nicht unbedingt dumm bin und mir fällt auf, wenn dies auf andere nicht zutrifft. Anders formuliert: Ich vermute, dass ich von Zeit zu Zeit etwas überheblich oder besserwisserisch wirke und habe meistens keine Lust, etwas daran zu ändern. Da ich mich selbst insgesamt also in Reperspektive für einen eher schwierigeren Schüler halte, versuche ich immer das Positive in meinen zu sehen, so schwer es manchmal auch sein mag. Die einzige Ausnahme davon bilden Lügner: Ich reagiere sehr unprofessionell darauf, angelogen zu werden – das kann ich schlichtweg überhaupt nicht leiden.



  • StärkenSchwächen
    Intelligent
    Aufgeschlossen
    Begeisterungsfähig
    Ehrlich
    Gewitzt
    Unordentlich
    Faul
    Abweisend
    Unpünktlich
    „Unverfroren“


  • AbneigungenVorlieben

    Schwarzer Tee
    Ausreden
    Schwüles Wetter
    Wecker
    Notwendigkeiten

    Grüner Tee
    Bücher
    Kürbisbier
    Knallpoker
    Ehrlichkeit

Magical Life
It's a Kind of magic

Zauberstab
Weißbuche │ Phönixfeder │ 9 Zoll │ leicht federnd
Der Tag, an dem ich meine Schulsachen kaufte, war für mich der aufregendste in meinem bisherigen Leben: Meine Mutter hatte sich den ganzen Tag frei genommen, um uns mit der Einkaufsliste zu helfen. Da meine Schwester und ich gerne noch mehr Zeit mit ihr verbringen wollten, versuchten wir, die Zauberstäbe zu „überlisten“ - leider war dieses Vorhaben – natürlich – nicht von Erfolg gekrönt; wir beide fanden bzw. wurden sehr schnell von dem passenden Zauberstab gefunden. Damals war ich etwas traurig, aber als ich sah, welches Chaos meine jüngste Schwester anrichtete, als sie an der Reihe war, von einem Zauberstab ausgewählt zu werden, hatte ich fast ein schlechtes Gewissen Ollivander gegenüber, weil ich mir diesen Zustand seines Ladens 20 Jahre früher konkludent herbeigesehnt hatte.

Patronus
Ein roter Panda (bevor Missverständnisse aufkommen: Ich meine „Ailurus fulgens“, keinen roten Panda aus rein „farblicher“ Sicht)

Irrwicht
Eine Vogelscheuche – bei dem Zauber Riddikulus zieht diese sich einen Zylinder an und beginnt zu steppen.

Nerhegeb
Auch wenn ich das niemals jemandem erzählen würde, sehe ich meinen Vater, der mir zum ersten Mal in meinem Leben sagt, dass er stolz auf mich ist.

Haus und/oder Gruppierungen
In meiner Schulzeit war ich im Haus Ravenclaw. Derzeit gehöre ich keiner Gruppierung im engeren Sinne an, bin aber keinesfalls ein Todesser.

Fähigkeiten
Okklumentik


My History
What doesn't kill you, makes you stronger

Lebenslauf
Solange ich mich erinnern kann, waren mir zwei Dinge immer bewusst:
Erstens: Ich habe zu tun, was mein Vater verlangt: Zu schweigen, wenn er mir gebietet, zu schweigen, zu lächeln, wenn er mich anweist, zu lächeln und ihn nicht zu stören, wenn er arbeitet.
Zweitens: Wenn ich das nicht tue, stehe ich in der Ecke.
Auch wenn das heute nur noch schwer verständlich ist, habe ich zunächst versucht, den hohen Anforderungen meines Vaters gerecht zu werden: Ich ging zu jeder Veranstaltung meines durchgeplanten Tages mit dem festen Ziel vor Augen, ihm ein guter Sohn zu sein, dem Mann, den ich kaum sah, aber von dem ich wusste, dass er wichtig ist. Ich dachte, er würde mich mögen, wenn ich einfach nur hart genug an mir arbeiten würde, um ihn stolz zu machen. Mit der Zeit wurde mir jedoch klar, dass dies nicht passieren wird. Mein Vater schien sich nicht für meinen Fortschritt zu interessieren – mir war, als wäre mein einziger Zweck, auf Familienfotos zu posieren und möglichst viel zu lernen, insbesondere, wann und wie ein Kind am besten still ist. Zunächst fing ich, ehrlich gesagt, an, unruhig zu werden, um seine Aufmerksamkeit zu erregen; ich wollte nur, dass er mich wahrnahm, wie, war mir egal. Schlimmer als Enttäuschung oder Verärgerung, kam es mir vor, als ernte ich ebenfalls Gleichgültigkeit. Es gab zwar Momente, in denen mein Vater mit mir sprach, aber diese Konversationen gingen nie über einen alltäglichen Austausch zwischen zwei Menschen hinaus. Außerdem sprach ich immer auf respektvoller, aber distanzierter Ebene mit ihm; einen familiäreren, persönlichereren Ton gab es zwischen uns niemals. Diese sprachliche Distanz spiegelte auch unsere zwischenmenschliche Ebene wider. Als mir das bewusst wurde, entschied ich, dass ich nicht mehr versuchen würde, die Erwartung eines Mannes zu erfüllen, der sich nicht für mich interessierte. Ich entdeckte meine erste große Leidenschaft in Mathematik und quasi allem, was mit Zahlen zu tun hat, während ich Dinge, die mich nicht interessierten, links liegen ließ. Ich schlief während sprachlicher Früherziehung, lief meinem Kindermädchen davon und versuchte Trockenschwimmen im Ballettunterricht. Dies versuchte ich mit Wortgewandtheit und den absurdesten Ausreden, die mir einfielen, zu rechtfertigen. Meine Schwester brachte das meistens zum Lachen – natürlich kicherte sie nur; sie lachte nur dann laut los, wenn wir beide unter uns waren.
Als ich – zum wiederholten Male – in meiner Lieblingsecke die Tapete bewundern durfte, bewegten sich plötzlich die gezeichneten Menschen über den Platz, auf dem sie zu stehen schienen. Das war das erste Mal, dass ich merkte, dass ich ein Zauberer bin. Da meine Mutter als stolze Hexe ihren Beruf als Fluchbrecherin auch nach der Hochzeit mit einem reichen Mann beibehalten hatte, war sie über alle Maßen erfreut, als ich ihr am darauffolgenden Tag davon berichtete. Vorher war ich selten unter anderen Zauberern gewesen – vermutlich auch deshalb, weil mein Vater unsere Erziehung größtenteils in Muggelhände gelegt hatte und lediglich meine Mutter gelegentlich mit uns durch die Winkelgasse gewandert war oder vielleicht weil meine Mutter fürchtete, dass wir keine Zauberer sein könnten und uns nicht in so jungen Jahren mit der Möglichkeit konfrontieren wollte, dass wir unter Umständen getrennt werden könnten. Ab diesem Zeitpunkt unternahmen wir jedoch regelmäßig Ausflüge durch die „magischeren“ Viertel Londons; allerdings besuchten wir niemals andere Zaubererfamilien – auch nicht die Freunde meiner Mutter, die von Zeit zu Zeit abends zu Besuch gekommen waren. Kurze Zeit später erfuhr auch Yuki durch einen spontanen Wasserschwall um acht Uhr morgens über meinem Kopf davon, dass sie eine Hexe ist.
Meine Zeit in Hogwarts war unglaublich lustig und spannend. Ich konnte endlich abseits meiner Familie tun und lassen, was ich wollte und hatte im Gegensatz zu vorher quasi unendlich viel Freizeit. Diese nutzte ich dazu, zu lernen, was mir Spaß machte und zu ignorieren, was mir keinen Spaß machte. Ich fand mich gelegentlich in der Rolle des „Klassenclowns“ wieder und hatte viele lockere Freundschaften, aber mein bester Freund und ich waren praktisch unzertrennlich. Wir spielten öfter Streiche oder gingen experimenteller an den Unterricht heran. Unlautere Zungen behaupten, dass ich etwa ein Jahr vor meinem Abschluss versucht hätte, das Gewächshaus zu sprengen als mir unsere Lehrerin eine Strafarbeit wegen meiner vergessenen Übungsaufgabe aufbrummen wollte. Auch wenn der letztere Teil tatsächlich so stattgefunden hat, war die – zugegebenermaßen vom Dünger katalysierte Stichflamme – lediglich ein Produkt der Aufgabe „Vorschläge zur Verstärkung der Schädlingsbekämpfung“. Außerdem wurden bei der Vorführung dieses Vorschlags ausschließlich einige, möglicherweise auch der halbe Bestand, Alraunen verbrannt. Der Schaden konnte jedenfalls in 30 Stunden, also 2 Stunden pro Tag über etwas mehr als 2 Wochen, hingebungsvoller Kleinstarbeit zwischen diesen quäkenden Viechern wieder rückgängig gemacht werden. Nach einer solchen Arbeit behält man übrigens etwa 3 Wochen lang einen Tinnitus und extreme Kopfschmerzen, was nicht dabei hilft, sich auf eine 30-seitige Strafarbeit über das Quäken von Alraunen zu konzentrieren. Im Gegensatz zu Kräuterkunde liebte ich jedoch Qudditch, Arithmantik und Zauberkunst – ich war zu großen Teilen meiner Schulzeit Mitglied der Hausmannschaft Ravenclaws und mein Professor für Arithmantik bezeichnete mich einmal als brillant. Direkt danach korrigierte er sich auf „ich bin mir nicht sicher, ob „durchgedreht“ oder „brillant“ eher zutrifft“ - bei meinem Lieblingsprofessor ließ ich diese Aussage ausnahmsweise unkommentiert. Unter anderem wegen dieser Bestätigung begann ich, nach meinem – gemessen an meinen Eskapaden überdurchschnittlichem – Abschluss, mein Aithmantikstudium zu intensivieren und dieses in eine Ausbildung als Fluchbrecher, wie meine Mutter ebenfalls eine ist, einfließen zu lassen. Eine Zeit lang ging ich vollkommen in meinem neuen Beruf auf – ich lernte von meiner Mutter, hatte viele Menschen um mich und reiste in interessante Gegenden, was dazu führte, dass ich insbesondere meinen besten Schulfreund aus den Augen verlor – wir schreiben uns immer noch gelegentlich Briefe, aber mehr nicht.
Möglicherweise hätte ein Wahrsager unsere Begegnung voraussehen können, ein Arithmantiker jedoch nicht, ich rechnete das danach mehrmals durch, allerdings war Wahrsagen auch eines der Fächer, denen ich merkwürdigerweise gar nicht zugeneigt war, daher behaupte ich, dass ich durch Zufall meinen Professor für Arithmantik im Tropfenden Kessel antraf, wobei er mir erzählte, dass er bald in Ruhestand ginge und noch kein Nachfolger für seine Position feststünde. Zunächst bewarb ich mich nur aufgrund meiner Leidenschaft zum Fach und der Möglichkeit, dieses intensiver zu studieren, aber nicht, weil ich ernsthaft erwartete, eingestellt zu werden. Ich war mir fast sicher, dass Professor Dumbledore niemals jemanden als Lehrer in Betracht ziehen würde, dem ein etwas zweifelhafter Ruf aus seiner Zeit in Hogwarts hinterher hing, aber ich dachte mir, dass ich es zumindest versuchen könne und ansonsten mit meiner Arbeit fortfahren würde. Ich fiel aus allen Wolken, als ich einen Brief erhielt, der aussagte, dass ich tatsächlich eine Chance erhielt, mich vorzustellen. Insgesamt überzeugte ihn dann eventuell meine Liebe zum Fach, vielleicht aber auch das Versprechen, nicht nochmals das Gewächshaus sprengen zu wollen – ich weiß es nicht, er lächelt nur, wenn ich ihn frage.


Some Information
Important for the team

Spielername Lou

Zweitcharaktere Keine

Regeln gelesen? Ja

Weitergabe Ja

Avatar Tomo Yanagishita

Gesuch Nein

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